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vergangene liebschaften

die zeit ist schon wieder vorbeigerast... und es ist so viel passiert. so viel und doch. ich weiss nicht ob es mir gefällt

aber letztens da, da war ich in nem club zur hell on earth tour. sechs hardcore bands, hach, ja, ich glaube es war schön oder hätte schön sein können. zumindest tut mir einiges weh und ich hab mich ausgepowert, auch wenn ich noch genug energie hatte eben auf meine badezimmerkacheln einzuschlagen

wir kamen zum ende der 1. band und danach sah ich mich um, doch er war nicht da. er hatte doch gesagt er würde kommen. eine zusage. ein versprechen. er hatte doch gesagt er würde kommen. mein magen drehte sich. aber hey, ich hatte freunde dabei, was sollte ich mir also über ihn gedanken machen.

die ersten drei bands zogen vorüber. von ihm war nichts zu sehen. das wars dann wohl. so spät würde er auch nicht kommen. und selbst wenn, was sollte schon passieren. sollte es plötzlich wieder so sein wie ende juni. nein! es ist viel zu viel zeit vergangen und ich verstehe gar nicht mit was. es ist so viel passiert, ich war ständig unterwegs und er auch... und plötzlich ... es ist alles so surreal

bei der vierten band hatte ich mich dann schon ausgepowert und wurde melancholisch. ich hielt einfach an. alles lief weiter. um mich schlugen und traten menschen um sich. doch ich blieb stehen. dachte nach. dachte an ihn. ich wurde wütend. fühlte mich ohnmächtig. fehl am platz und doch glücklich in der menge zu baden. ich bekam einige schläge ab, einen ellebogen in den magen. alles war so ruhig. die musik war leise. ganz weit weg. und ich? ich fühlte mich ganz allein. die menschen um mich rum waren nicht wirklich. ich dachte an unsre zeit.

und dann, dann sah ich ihn. nur von hinten ganz kurz. aber ich sah ihn und sprang ins pit. er war es wirklich. und er war grade erst angekommen. das lied war zu ende und wir begrüßten uns, aber irgendwie war es nicht richtig. alles war nicht richtig. und es wurde schlimmer... wir waren abwechselnd im pit, standen erschöpft nebeneinander, ganz nah nebeneinander. aber er war so weit weg. ich konnte die entfernung nicht überwinden. es war schlimmer als vorher. schlimmer als wäre er nicht da. er war da. fast durchsichtig da. eine hülle ohne aura. und so weit weg, neben mir. ich weiss nicht warum, aber das machte mich noch wütender. er stand da und wir waren einfach nichts mehr. weniger als bekannte.

ich hatte mehr kontakt zu leuten denen ich in den rücken trat und mit denen ich verbrüdernd einschlug als mit ihm. jeder mensch auf diesem konzert kam mir plötzlich vertrauter vor. ich war verletzt und wütend. nach der letzten band ein müder abschied. für mehr hat es nicht gereicht. er ist tot. für mich. und ich weiss nicht wessen schuld es ist.  

14.9.07 14:31, kommentieren